Ich geh jetzt endlich los.

Es ist eine Sache, zu wissen, was man wirklich will. Diese Dinge auch tatsächlich zu tun, ist eine ganz andere Sache. Wie kommt es, dass wir das, was wir am liebsten tun und was unser Herz im innersten berührt und begeistert, so selten einfach machen? Die Antwort lautet: Wir sind gefesselt. Gefesselt von Ängsten und Sorgen, die uns am leben hindern. Finanzielle Sorgen, Zukunftsängste, fehlendes Selbstvertrauen… Die Liste der Gründe, die uns am Glücklichwerden hindern, könnte beliebig lang fortgesetzt werden.

Dabei ist es gar nicht so schwer, sich alle seine Wünsche und Träume zu erfüllen. Sowohl beruflicher als auch privater Natur. Seit ich zu einem digitalen Nomaden geworden bin, kann ich mir aussuchen, wo ich arbeite, wie lange ich arbeite und welche Arbeit ich machen möchte. Das, wovon andere nur träumen, darf ich leben und meinen persönlichen Lifestyle nennen. Und das nicht, weil ich besonders privilegiert oder schlauer als andere wäre, sondern einfach nur, weil ich einen Schritt gemacht habe, der so einfach klingt, aber so schwer zu verwirklichen ist: Ich habe losgelassen und bin einfach losgegangen.

Was sind digitale Nomaden?

Ich möchte euch von meinem Weg zum digitalen Nomaden berichten. Nicht weil ich denke, dass alle diesen Lebensweg einschlagen und genau das tun sollten, was ich getan habe. Das wäre nicht nur langweilig, sondern für die meisten sicher auch nicht ergiebig. Ich denke einfach nur, dass viele Menschen es in der Hand haben, glücklich zu werden und ihren eigenen Lebensweg zu finden. Die meisten werden jedoch von Ängsten und Zweifeln davon abgehalten. All diesen Menschen, die eine Sehnsucht in sich spüren und einen Traum haben, den sie verwirklichen wollen, möchte ich mit meiner Geschichte Mut machen, sich auf den Weg zu machen.

Was ist nun ein digitaler Nomade? Warum sollte man als ein solcher glücklich werden? Ein digitaler Nomade zeichnet sich dadurch aus, dass er von überall auf der Welt arbeiten kann. Alles was er braucht sind ein Computer und ein Internetzugang, mit welchem er mit der ganzen Welt in Verbindung stehen kann. Sofort ist es völlig unerheblich, ob die Arbeit an einem Strand, in einer Berghütte, zu Hause, im Kreise der Familie, in Berlin, New York, Peking, Sidney, Peru oder Ägypten verrichtet wird. Das Internet macht es möglich, vollkommen ungebunden und frei zu arbeiten.

Eine neue Art des Arbeitens

Die aktuelle Arbeitswelt macht es sehr leicht, ein digitaler Nomade zu werden. Wo gibt es heutzutage noch Festanstellungen, die sicher und langfristig sind? Wer arbeitet heutzutage wirklich noch 40-60 Stunden in der Woche und erhält dafür einen Lohn, mit dem er wirklich zufrieden sein kann? Ganz ehrlich: Das betrifft wirklich nur noch die wenigsten. Die Arbeitsverhältnisse von früher sind ein Auslaufmodell. Digitale Nomaden sind die Erfolgsmenschen der Zukunft. Und das nicht, weil sie das meiste Geld oder Prestige machen, sondern weil sie ihren Traum leben. Sie können all das, was sie haben möchten, mit dem verdienen, was sie wirklich tun wollen. Unabhängig von Ort, Zeit und einem Arbeitgeber.

Man stelle sich vor: Als eigener Chef hat man sein kleines Büro mit einem Computer und wenigen anderen Dingen auf einer kleinen Insel in Strandnähe. Morgens setzt man sich mit Elan und Energie an den Computer, kommuniziert mit anderen digitalen Nomaden, die überall auf der Welt verteilt sind, und beginnt den Arbeitstag. Die Arbeit besteht in Aufgaben, die man wirklich machen möchte, die einem Freude bereiten und an denen das Herz hängt. Niemand schaut einem auf die Finger, niemandem ist man Rechenschaft schuldig. Man arbeitet so lange, wie man es für richtig hält und geht anschließend zum Strand, trifft sich mit Freunden und lebt das Leben, das man sich immer gewünscht hat. Ein unerreichbarer Traum? Nein, das ist mein ganz normaler Alltag.

Reich und trotzdem glücklich

Wenn ihr vom Glück eures Lebens träumt, träumt ihr dann von Geld? Wohl eher nicht. In dem Traum geht es vermutlich eher ums Reisen, um liebe Menschen, um Selbstverwirklichung, um teure Luxusartikel, um ein Leben in Freiheit, Unabhängigkeit und auf selbst gewählten Wegen. Eines ist also klar:

„Wir wollen nicht möglichst viel Geld. Wir wollen die Dinge, von denen wir glauben, dass sie nur für sehr viel Geld zu haben sind.“

Deswegen sind digitale Nomaden so glücklich. Sie haben erkannt, dass all das, was sie immer haben wollen, zum Greifen nah ist. Sie müssen nur losgehen und können all das, was sie immer erleben wollten, direkt erfahren.

Und zwar hier und heute und nicht in einer fernen Zukunft. Es ist nicht nötig, sich über Jahre tot zu schuften, 60 Stunden in der Woche zu arbeiten, auf Familie, Freunde und Freizeit zu verzichten, um einen Luxus und ein Lebensgefühl zu erreichen, das man immer haben wollte. Das Glück liegt nicht in der Zukunft, es kann und muss heute gelebt werden. Als digitaler Nomade ist das kein Problem. Das gewünschte Geld kann verdient werden und es bleibt trotzdem genug Zeit für Hobbys, Familie, ehrenamtliche Tätigkeiten und persönliche Selbstentfaltung. Im Gegensatz zu Wirtschaftsbossen, Politikern und Firmenchefs haben digitale Nomaden neben ihrem Erfolg noch die Zeit, diesen auch zu genießen. Sie sind reich und trotzdem glücklich.

Digitale Nomaden sind gut vorbereitet

Es lohnt sich allemal, ein digitaler Nomade zu werden. Doch der Weg dorthin will gut vorbereitet sein. Nur wer seine Ideen gezielt und konsequent umsetzt, kann mit diesen auch erfolgreich werden. Daher ist Planung alles. Im Folgenden will ich einige Punkte vorstellen, die für den Weg zum digitalen Nomaden unerlässlich sind:

Die Wahl des richtigen Arbeitsplatzes ist entscheidend. Wo wollt ihr euren Traum leben? Möchtet ihr ein festes Büro zum Beispiel auf einer Insel oder in eurer Traumstadt haben? Möchtet ihr durch die ganze Welt reisen, mal hier, mal dort sein und euch von den Wundern und Menschen der Welt inspirieren lassen? Oder wollt ihr einfach von zu Hause aus arbeiten, eure Zeit frei einteilen und mehr Zeit für eure Lieben haben? Abhängig davon, wie ihr diese Fragen beantwortet, sehen eure nächsten Schritte zum digitalen Nomaden aus.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist, sich auf das Nötigste zu beschränken. Es ist schwierig, mit seinem gesamten Hausrat die Welt unsicher zu machen. Sowohl im Flugzeug, in der Bahn oder mit dem eigenen Auto ist es schwer, einen Kleiderschrank voller Klamotten immer dabei zu haben. Wenn ihr also wirklich als digitale Nomaden arbeiten wollt, ist es sinnvoll, nur die nötigsten Dinge zu haben. Es ist wichtig, dass das Reisen angenehm ist und schnell vonstatten gehen kann. Denn als digitale Nomaden ist es wichtig, flexibel zu sein und sich von den Ketten der Vergangenheit – materieller Art – zu befreien.

Des Weiteren sollten die Unterlagen zum Reisen immer aktuell sein. Ein gültiger Pass, eine weltweite Krankenversicherung und gültige Reisetickets sind nur einige davon. Als digitale Nomaden ist es wichtig, sicherzustellen, dass diese Dinge gültig und immer verfügbar sind.

Erreichbarkeit ist ein wesentliches Merkmal digitaler Nomaden. Nur wer mit seinen Kunden und Mitarbeitern in regelmäßigem Kontakt steht, kann seine Ideen erfolgreich verwirklichen. Hierfür ist es unerlässlich, einen zuverlässigen Computer mit Internetzugang zu haben. Egal ob mit Kabel im eigenen Büro oder mit Internetstick überall, an einem Internetzugang kommt man als digitaler Nomade nicht vorbei. Auch ein Handy mit sehr günstigen Konditionen sollte zur Ausstattung eines digitalen Nomaden gehören.

Als Vorbereitung auf die Arbeit als digitaler Nomade solltet Ihr eure Finanzen automatisieren. Es muss euch immer möglich sein, an Geld zu kommen, Überweisungen zu tätigen und ein Hotel zu bezahlen. Des Weiteren solltet Ihr euren Haushalt regeln. Bevollmächtigt einen Vertrauten, eure Post entgegen zu nehmen und gegebenenfalls in eurem Namen unterschreiben zu dürfen. In der ersten Zeit sollte sich dieser Vertrauter auch um eure Wohnung kümmern. Später könnt Ihr die Dinge, auf die Ihr nicht verzichten könnt oder wollt, irgendwo lagern und eure Wohnung verkaufen oder untervermieten. Dann seit ihr frei und ungebunden, habt aber gewisse Sicherheiten.

Wenn Ihr diese Dinge organisiert oder sie mit Hilfe eines virtuellen Assistenten organisieren lasst, seid ihr ideal vorbereitet auf das Leben als digitaler Nomade. Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Verwirklichung eurer Träume.

4 Comments

  1. David sagt:

    Hallo Julia

    Schöner Artikel!

    Zu diesem Thema möchte ich an dieser Stelle kurz auf ein Interview verlinken, das Florian Simeth und ich auf unser neulich live gegangenen Seite veröffentlicht haben. Es ist ein Interview mit Maneesh Sethi, der sich selbst ‚your digital nomad number 1‘ nennt. Er reist seit ca 4 Jahren herum, ist also etwa alle 6 Monate wo anders für ein paar Monate. Das Interview gibt’s hier: http://4hwwsuccess.com/interview-with-maneesh-sethi/

    Gruß,
    David

  2. Florian sagt:

    Zum Thema „Angst“ kann ich auch einige Dinge sagen. Dazu habe ich ja schon sehr viel auf meinem eigenen Blog geschrieben. Zum Beispiel die 3 besten Tipps, wie man als Existenzgründer nachts gut schlafen kann oder 5 Gründe warum Ihre nächste gute Geschäftsidee nicht klappen wird.

    Im Grunde ist ja so, dass wir alle irgendwie vor irgend etwas Angst haben. Und das bremst uns aus. Vor allem bremst es die Erreichung unsere Ziele aus. Und dann bekommen wir irgendwie ein Gefühl, dass wir das sowieso nie schaffen, was wir uns vorgenommen haben… ein totler Teufelskreis, aus dem man unbedingt rauskommen muss.

    Dabei fällt mir eine tolle Story ein, die Sebastian Prestele auf seinem Blog mit seinen Lesern geteilt hat: Seine Existenzgründung ist im wahrsten Sinne des Wortes ausgebrannt. Nachlesen kann man auf seinem Blog mit dem treffenden Überschrift Ein Schicksalsschlag mit Folgen. Aber statt sich fallen zu lassen steht er wieder auf.

    Wo befindest Du dich denn im Moment, wenn man das Fragen darf? 🙂

  3. […] bereisen, ein Haus am Meer? Als digitaler Nomade ist die alles möglich! Was das ist? Lesen Sie bei Free Days Lifestyle. Manchmal liegt die Zufriedenheit auf der Strasse oder im Büro rum, Sie sind nur gefordert, diese […]

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